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Impfen kann sinnvoll sein. Impfen ist aber auch ein boomendes Geschäft mit der Angst, die in den letzten Jahren deutlich mediengestützt zugenommen hat. Wenn Sie sich unabhängig informieren wollen, wie sinnvoll, wirkungs- und nebenwirkungsreich eine angebotene Impfung sein kann, dann nutzen Sie nachfolgenden Links:
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Was Sie auch wissen sollten Jedes Jahr aufs Neue werden die Menschen im Herbst auf die Notwendigkeit von Schutzimpfungen – speziell gegen Grippe – hingewiesen. Die Maßnahme soll vor dem Ausbruch, vor Komplikationen oder gar Todesfällen, verursacht durch eine Grippeerkrankung, schützen. Über Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme scheiden sich die Geister, will man doch damit auch der gefährlichen Lungenentzündung vorbeugen. Immer wieder wird die Wirkungsweise angezweifelt. Oftmals begründet, wie die taz am 23.01.09 im Fall des veralteten Grippeimpfstoffs PPV berichtet: Dieser Impfstoff aus der Nachkriegszeit wird nach wie vor angewendet - in erster Linie bei Senioren und immunschwachen Erwachsenen. Doch die Wirksamkeit von PPV beruht auf Studien aus den Jahren 1947 (!) und 1977. Aus heutiger Sicht bestehen gravierende Zweifel und methodische Mängel an den damaligen Erfassungen. Schweizer Sozialmediziner (sie haben sich erneut mit den alten Studien befasst) sprechen dem Impfstoff den Schutz vor Lungenentzündung ab. Trotzdem bewertet die WHO (Weltgesundheitsorganisation) die PPV-Impfung weiterhin positiv – obwohl das Urteil der Schweizer bekannt ist, ja sogar von der WHO in Auftrag gegeben wurde.
Ähnlich unzulänglich ist der Umgang mit dem neuen Grippeimpfstoff OPTAFLU. Dieser ist seit Sommer 2007 von EMEA (europ. Arzneimittelbehörde) in Europa zugelassen – trotzdem nicht vollständig geklärt ist, ob von diesem Mittel ein Risiko für den Anwender ausgeht. Die Kosten für OPTAFLU belaufen sich auf ca. 28 Euro für eine bzw. ca. 180 Euro für zehn Fertigspritzen – damit ist der Impfstoff bis zu 30 Prozent teurer als andere vergleichbare Vakzine, so die Zeitschrift „arznei-telegramm“ (Heft 12/2007, Jg. 38). Die Impfviren für OPTAFLU werden in permanenter (unsterblicher) Zelllinie vermehrt (aus den Nieren eines Cockerspaniels = MDCK-Zelllinie) – im Gegensatz zur traditionellen Virenzüchtung in bebrüteten Hühnereiern. Dadurch soll Impfstoffproduktion flexibler und unabhängiger gemacht, sowie die Ausbeute erhöht werden. Dies ist besonders bei Grippepandemien von Vorteil. Die MDCK-Zelllinien gelten als hoch tumorigen – das heißt, dass schon wenige Zellen ausreichen, um im Wirtsorganismus Tumoren auszubilden. Und genau hierin könnte die Gefahr für den Impfanwender bestehen, da zum Beispiel ein erhöhtes Krebsrisiko noch nicht einwandfrei ausgeschlossen ist. Aus diesem Grund haben die USA den Wirkstoff OPTAFLU nicht zugelassen – die Bedenken wegen potenzieller Onkogenität der DNA aus Zellen, die im Endprodukt verbleiben, sind zu groß.
Die Zeitschrift „arznei-telegramm“ (Heft 10/08, 39. Jg.) bemängelt ebenso fehlende Vergleichsstudien im Hinblick auf die Wirksamkeitder Grippeschutzimpfung. Sie kritisiert Verzerrungen, die unter anderem durch den scheinbaren Nutzen der Influenzaimpfung auch außerhalb der Grippesaison entstehen. Sie fordert „große randomisierte plazebokontrollierte Studien“, die auch Daten wie (schwere) Grunderkrankungen, Lebensweise oder sozioökonomischer Status erfassen. Ebenso müssten die Zeiträume außerhalb der Influenzasaison – die in die Studienstatistik bisher mit einbezogen wurden –anderweitig erfasst und verglichen werden. Nur so könne ein Zusammenhang zwischen Impfung und Wirksamkeit hergestellt werden. Glaubt man also bisherigen Datenerfassungen, so senkt die Impfung die Gesamtsterblichkeit während der Grippesaison um bis zu 50%. Das klingt nicht plausibel, wenn man bedenkt, dass die durch die Virusgrippe bedingte Sterblichkeitsrate bei ca. 5-10% liegt. Auch Studien aus den USA lassen keinen direkten Zusammenhang zwischen Impfrate und Sterblichkeit erkennen – denn trotz Zunahme der Impfungen bei älteren Menschen von 15 auf 65% (zwischen 1980 und 2001) konnte kein Rückgang der Mortalitätsrate beobachtet werden. Ähnliches konnte auch in der Grippesaison 1997/98 festgehalten werden, als es eine völlige Diskrepanz zwischen den vorhanden Impfviren und den tatsächlich zirkulierenden Viren gab. Auch hier stieg die Gesamtsterblichkeit durch Grippeviren nicht an, berichtet die Zeitschrift. Somit müssten also weltweit neue Studien durchgeführt werden, um bestehende Zweifel zu klären und auszuräumen und gegebenenfalls transparente neue bzw. geänderte Empfehlungen zur Grippeschutzimpfung herauszugeben. Artikel: Jana Walter
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Und die nächste Grippesaison wartet schon. Spätestens ab Oktober jeden Jahres kündigen manche Medien quotenorientiert wieder Horrorzahlen an. Doch wie impfbegeistert sind die Experten selbst? Von den Klinikärzten sind nur 39 Prozent und von den Krankenschwestern nur 17 Prozent zum Beispiel gegen Grippe geimpft. Warum? Jeder zehnte Arzt fürchtet Nebenwirkungen, 22 Prozent sehen keine medizinische Notwendigkeit und über 40 % der Ärzte bezweifeln den Impfschutz. Quelle der Studie: Infection, Volume 37, Nr.3/Juni 2009 .
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... am Beispiel der Masernimpfung In Bayern sind die Masern los - und in der Süddeutschen Zeitung vom 3. und 4./5. Juni beklagen zwei Kollegen die grassierende Impfmüdigkeit, der es zu verdanken sei, daß es im Freistaat im Jahre 2005 eine Masernepidemie gibt. Die in letzter Zeit in Bayern „aufflammende Masern-Epidemie“, wettert der Kollege in seinem Kommentar vom Wochenende, „ist eine direkte Folge der Unvernunft so genannter (und selbst ernannter) Impfgegner“. Wie auch immer es um die Vernunft der Impfgegner bestellt sein mag, die Schuldfrage ist nicht so eindeutig zu klären, das Thema ist komplexer als von den verfeindeten Seiten meist dargestellt wird. Einen Versuch anhang einiger überschaubarer Beispiele ist es jedoch allemal wert. Was Bayern und die Masern angeht, so gibt es dort eine 90%ige Durchimpfungsrate - wie aus dem SZ-Bericht vom 3.6. im Bayern-Teil der Zeitung hervorgeht. Das ist eine beachtliche Durchimpfungsrate, die- sagt die Fachwelt - einen epidemiologischen Nutzen gewährleistet. Allerdings schleicht sich durch die Hintertür ein Problem ein: Keine Impfung schützt vollständig vor der jeweiligen Krankheit und manche Geimpfte sind sogenannte Impfversager - insgesamt sind 10% der Geimpften nach der ersten Impfung nicht immun (ein in der Schulmedizin bekanntes Problem). Dies führt zu dem Phänomen, daß im Falle einer Epidemie auch Geimpfte erkranken. Wie das rein rechnerisch funktioniert erläuterte der Münchener Kinderarzt Steffen Raabe auf dem 60.Weltkongreß Homöopathischer Ärzte Anfang Mai 2005 in Berlin: Bei einer Durchimpfungsrate von z.B. 50% in einer Bevölkerung von 20.000, gibt es im Falle einer Epidemie 10.000 für die Krankheit empfängliche Nicht-Geimpfte und 1000 empfängliche Geimpfte; bei einer Rate von 90% gibt es 2000 empfängliche Nicht-Geimpfte und 1800 empfängliche Geimpfte und bei einer (traumhaften) Durchimpfungsrate von 95% steht die Welt dann Kopf: es gibt 1000 empfängliche Nicht-Geimpfte und 1900 empfängliche Geimpfte.
Das ist nicht bloße Theorie, sondern passiert im wirklichen Leben - z.B. im Gaza-Streifen in einer zu 90% durchgeimpften Bevölkerungsgruppe. In den Jahren 1974 und 76 kam es dort zu zwei Polio (Kinderlähmung)-Epidemien, bei denen 34% bzw. 50% der erkrankten Kinder 3 bis 4 Dosen des Impfstoffes erhalten hatten (Lasch 1986). In Ungarn geschah das Ungeheuerliche 1981 in zu 93% durchgeimpften Zielgruppen: 60% der Erkrankten waren geimpfte Personen. Es handelte sich übrigens um eine Masernepidemie. Ähnliche Beispiele gibt es immer wieder auch aus den USA, wo die Durchimpfungsraten dank der staatlichen Impfpflicht über 90% liegen, bei Masern sogar bei 98%: 60 bis 90% der in den USA untersuchten Masernepidemien gab es in hochprozentig durchgeimpften Populationen, die Mehrheit der Erkrankten waren Geimpfte. (Markowitz 1989, Hull 1985, Gustafson 1987)
Es gibt auch konkrete Zahlen. In Westeuropa gab es 2001 und 2002 zusammen knapp 42.000 Masernfälle, davon allein 24.000 im Jahre 2002 in Italien, wo es zwar keine staatliche Impfpflicht gibt, der Schulzugang aber andererseits nur mit bestimmten Impfungen möglich ist. In Deutschland waren es 6034 Fälle im Jahre 2001 und 4657 Fälle 2002. Europaweit starb in den beiden Jahren insgesamt ein Patient an Masern und bei 21 (2001) bzw. 6 (2002) Patienten komplizierten sich die Masern zu einer Gehirnentzündung. Zum Vergleich: Im Jahre 2004 starben auf Deutschlands Straßen 5842 Menschen und 440.126 wurden verletzt. In Bayern waren es 1112 Tote und 77.341 Verletzte im Straßenverkehr. Damit soll nicht die Gefahr verharmlost werden, die von einer Masernerkrankung ausgehen kann, aber der Vergleich mag nützlich sein zur realistischen Einschätzung dieser Gefahr.
Es ist nämlich so eine Sache mit dem Impfen. Der Kollege von der SZ hat völlig recht, es ist eine Pest mit der Ideologie. Die Behauptung des SZ-Kommentators „Wer seine Kinder nicht impft, setzt diese unverantwortlich einem hohen Risiko aus. Die Masern wären weltweit längst ausgerottet, wenn es nicht Eltern gäbe, die sich in dieser Hinsicht das Mittelalter zurückwünschen“ ist auch nicht ganz unbeleckt von Ideologie. Die nachprüfbaren Fakten sind längst nicht so eindeutig.
Die Masern sind eine typische Erkrankung des Kleinkindes (daher „Kinderkrankheit“). Sie kann schwer verlaufen, das ist korrekt, tut dies aber in der Regel nur, wenn sie sich (wie in Ländern mit hoher Durchimpfungsrate) ins Säuglings- und Erwachsenenalter verschiebt, denn Säuglinge und Erwachsene weisen ein erheblich höheres Komplikationsrisiko auf als die „klassische Klientel“, nämlich die Kleinkinder. Oder bei gesundheitlich schwer vorbelasteten, immungeschwächten Personen, bzw. wenn sie bei hungernden und mangelernährten unter schlechten hygienischen Verhältnissen lebenden Kindern aus Krisen- und Kriegsgebieten vorkommt. Aber unter solchen Umständen ist manchmal auch eine Erkältung oder ein sonst harmloser Durchfall lebensgefährlich. Das Robert-Koch-Institut (beruft u.a. die STIKO, die Ständige Impfkommission, die die Impfempfehlungen ausspricht) wies 2002 auf eine unerwünschte Folge der hohen Durchimpfungsrate hin: „Schon jetzt ist die von der WHO propagierte Ausrottung der Masern so weit fortgeschritten, daß geimpfte Kinder und Erwachsene nicht mehr sicher durch Kontakt zu „Wildmasern“ quasi aufgefrischt („geboostert“) werden. Dadurch sind auch die Antikörperspiegel schwangerer Frauen niedriger als noch vor einigen Jahren und als Folge hiervon sind junge Säuglinge - die früher einen verläßlichen „Nestschutz“ während der Schwangerschaft durch die Mutter mitbekamen - zunehmend durch Masern gefährdet.“ Eine nachdrückliche Zurückdrängung der Masern scheint also mit einer höheren Gefährdung bisher verschonter, für Komplikationen anfälligerer Bevölkerungsgruppen verbunden zu sein.
Interessant ist auch die Frage nach dem Ziel der Masernimpfung. Das Impfziel ist laut WHO
die weltweite Verringerung der Masernsterblichkeit um 90% innerhalb der nächsten 10 Jahre ausgehend vom Niveau des Jahres 2000. Mit anderen Worten: es ist das Ziel die Masernenzephalitis als schwerste und in manchen Fällen leider zum Tode führende Komplikation zu verhindern. Bei jungen Kindern kommt sie ca. einmal auf 15.000 Masernfälle, bei Erwachsenen etwa einmal auf 1000 Fälle vor. Das Argument man impfe, um die Masernenzephalitis zu verhindern, könnte sich langfristig eben durch die Impfungen als Bummerang erweisen: durch sie verschiebt sich die Erkrankung - wie erwähnt - in das Säuglings- und Erwachsenenalter (die Impfung hinterläßt nicht wie die durchgemachte Krankheit einen sicheren lebenslangen Schutz), wo die Komplikation Enzephalitis sehr viel häufiger auftritt. Außerdem zeigte sich in Skandinavien, wo die Masern defacto ausgerottet sind, daß das Auftreten der Masernenzephalitis zwar ebenso gegen Null tendiert wie die Masernfälle. Doch die Gesamthäufigkeit der Enzephalitiden ist praktisch unverändert geblieben (Koskiniemi, 1997). Verändert hat sich nur das Erregerspektrum: die Masernviren sind zurückgedrängt worden und an ihre Stelle sind andere Erreger gerückt, die ebenfalls eine Enzephalitis auslösen können. Es wurde eine Lücke geimpft und das Impfziel wurde zwar erreicht (keine Masernenzephalitiden und entsprechende Langezeitschäden mehr), aber damit das Nachrücken anderer Erreger ermöglicht, die die Häufigkeit von Enzephalitiden ihren Komplikationen letztlich unverändert lassen. Dieses Phänomen heißt in der Fachwelt „Replacement“.
Ähnliches ist durch die HIB-Impfung geschehen: Das HIB-Bakterium ist der Haupt-(aber nicht der einzige) Erreger der bakteriellen Meningitis, einer Gehirnhautentzüngung. Seit Einführung der Impfung sind auch hier die gemeldeten Erkrankungen durch HIB-Erreger zurückgegangen, im gleichen Zeitraum haben aber Erkrankungen durch Pneumokokken, E. coli und andere Bakterien zugenommen. Der HIB-Impfstoff hat noch mehr Tücken: er enthält von ca. 90 möglichen nur die 7 in den USA wichtigsten Serotypen. Vier der in Europa am meisten verbreiteten Serotypen sind nicht im Impfstoff enthalten. Im Zusammenhang mit dem Schutz vor HIB wird im übrigen selten erwähnt, daß das Stillen das Risiko einer schweren HIB-Infektion nachweisbar verringert und dieser Effekt auch nach Ende des Stillens bis ins Schulkindesalter anhält (Silferdal, 1997).
Doch kommen wir auf den SZ-Kommentar zurück. „Wie eine moderne Pest“, schreibt der Autor mit scharfer Feder, „wirken die oft bis zur Ideologie heraufgeredeten Theorien über die Gefahren einer Impfung.“ Es ist wahr, daß Impfgegner die möglichen Nebenwirkungen der Impfstoffe stark betonen. Auch wahr ist aber, daß man aus den Impfinformationen, die bei Kinderärzten, in Gesundheitsämtern, Bezirksämtern und ähnlichen offiziellen Stellen ausliegen, und von den meisten Kinderärzten so gut wie nichts über mögliche Nebenwirkungen der Impfstoffe erfährt. Die Broschüren sind in der Regel Info-Material der Impfstoffhersteller, es handelt sich also um Werbung in eigener Sache; die Kinderärzte haben vielleicht zu wenig Zeit für ein umfassendes Beratungsgespräch (zu dem sie gesetzlich verpflichtet sind). Greifen wir als Beispiel eine Broschüre heraus, die dem SZ-Autor aus der Seele spricht. Aventis Pasteur MSD fragt in seiner Broschüre „Schutzimpfungen“: „Können beim Impfen Nebenwirkungen auftreten?“ Und antwortet: „Jedes Medikament, das wirksam ist, kann neben der gewünschten Wirkung auch unerwünschte Wirkungen haben, die sogenannten Nebenwirkungen. Nach einer Impfung kann es zu leichtem Fieber und allgemeinem Unwohlsein kommen. Auch kann rund um die Einstichstelle die Haut gerötet und angeschwollen sein. Diese Symptome klingen jedoch nach wenigen Tagen wieder ab. Sie sind kein Grund zur Beunruhigung, sondern zeigen, lediglich, dass das Immunsystem angeregt wurde, einen Impfschutz aufzubauen.“
Der Hersteller spricht die Problematik an, beschreibt aber nur einen Bruchteil der Nebenwirkungen, die beispielsweise in der Roten Liste (dem offiziellen Arzneimittelverzeichnis für Deutschland) zu finden sind. Nehmen wir als Beispiel einen Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (einen Masern-Einzelimpfstoff gibt es nicht mehr) derselben Firma. Unter Nebenwirkungen stehen dort - abgesehen von den in der Broschüre erwähnten geringfügigen Reaktionen: Masernähnliches Exanthem, Otitis (Mittelohrentzündung), mumpsähnliche Erkrankung, Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), Hodenschwellung, Arthralgien oder Arthritiden (Gelenkschmerzen oder -entzündungen) mit Gelenkergüssen, Thrombozytopenien (Blutgerinnungsstörungen wg. Absinken der Blutplättchenzahl), Purpura (Hautblutungen durch Störung der Blutgerinnung, Schädigung der Gefäßwände oder des Bindegewebes) und Erythema exsudativum multiforme (allergische Reaktion auf bestimmte Erreger bzw. auf Medikamente, eine akute Entzündung kleinerer Artierien und Venen mit Hautveränderungen), neurologische Komplikationen wie Fieberkrämpfe und Gangunsicherheiten, Meningo-Enzephalitis (Gehirnhaut- und Hirnentzündung), Myelitis (Rückenmarksentzündung), Neuritis (Nervenentzündung) und Guillain-Barré-Syndrom (immunologisch bedingte, aufsteigende, lebensbedrohende Nerven- und Muskellähmung). Diese Informationen stehen nicht in den Broschüren der Hersteller. Trotzdem sind sie jedem (Kinder-)Arzt zugänglich und bekannt.
Eine der möglichen Nebenwirkungen der Impfung ist laut Roter Liste die Meningo-Enzephalitis. Dies konterkariert aber das Impfziel der Masernimpfung, nämlich die Verhinderung der Masernenzephalitis. Das Risiko durch die Impfung an einer solchen zu erkranken liegt im Bereich 1:11.000 (Miller, E., 1993), bei der natürlichen Krankheit liegt die Rate im Bereich 1:15.000. Wenn aber das Risiko einer Enzephalitis in beiden Fällen annähernd gleich selten ist, stellt sich die Frage, warum - zumindest in den westlichen Industriestaaten - flächendeckend gegen Masern geimpft werden soll, um eben diese Masernenzephalitis zu verhindern. Die genannten Nebenwirkungen sind, wie die Rote Liste zeigt, nicht Ausgeburten hysterischer Impfgegnerhirne, sondern stellen Erkenntnisse nicht nur allgemein zugänglicher wissenschaftlicher Studien dar, sondern auch der Impfstoffhersteller selbst. Auch die vorübergehende Immunschwäche, die nach einer Masernerkrankung auftritt und vor der der SZ-Masernbericht warnt, ist keine Einbahnstraße: nach einer
MMR-Impfung kommt es zu einer deutlich verminderten Leukozytenzahl und -funktion. Das bedeutet, ebenso wie die Masernerkrankung selbst, erzeugt die Impfung eine vorübergehende Immunschwäche - mit allen möglichen Folgen. Das in der Broschüre erwähnte häufig auftretende „Impffieber“ ist im übrigen Hinweis auf eine Virusvermehrung im Körper. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß das Impfvirus in Einzelfällen im Rachenabstrich von Impflingen nachgewiesen wurde (Morfin 2002). Geimpfte Kinder können das Masernvirus also weiterverbreiten.
Was hat es nun mit der Behauptung auf sich, die Infektionskrankheiten seien durch die Impfungen zurückgedrängt worden? Es ist dies das beste Argument der Impfbefürworter, nur nicht wirklich stichhaltig, wenn man die langfristige Entwicklung der Kurven der Erkrankungs- und Todesfälle betrachtet. Beispiel England und die Polio: der Höhepunkt der Neuerkrankungen und Todesfälle war dort im Jahre 1950. Die Schluckimpfung wurde 1956 eingeführt. Bis dahin hatten sich die Erkrankungs- und Todeszahlen um 82% reduziert - ohne jedwede Impfung. In Deutschland verlief die Entwicklung ähnlich. Dies läßt sich für so gut wie alle Infektionskrankheiten in industrialisierten Staaten anhand der offiziellen Statistiken zeigen. Es war offenbar nicht in erster Linie die Einführung der Impfung, die die Infektionskrankheiten zurückgedrängt hat, es waren wohl vor allem die zivilisatorisch-technisch-hygienischen Verbesserungen unserer Lebensbedingungen. Das läßt sich insbesondere für so mittelalterliche Seuchen wie Lepra und Pest zeigen, die ganz ohne Impfung schon vor mehreren Jahrhunderten aus unserem Leben verschwunden sind und heute bestenfalls noch punktuell auftreten. Der Nährboden wurde ihnen entzogen durch verbesserte Lebensbedingungen und mehr Hygiene. Die Cholera verschwand ohne Impfungen aus Europa, als man in den Städten begann, Abwassersysteme zu bauen und auf sauberes Trinkwasser zu achten. Das gleiche gilt für Typhus und Fleckfieber. Die sozio-ökonomischen Veränderungen und nicht zu vergessen die Beseitigung des Hungers spielten bei allen Infektionskrankheiten eine weit größere Rolle als die Impfungen.
Abgesehen von der Frage, ob es sinnvoll ist, lebende oder tote Viren und Bakterien in den menschlichen Organismus zu spritzen, gibt es noch einen Faktor, der die Unbedenklichkeit der Impfstoffe nicht frei von berechtigten Zweifeln erscheinen läßt: die weiteren Inhaltstoffe und Additive. Das sind z.B. Konservierungsstoffe, Desinfektionsmittel, Antibiotika und eventuelle Verunreinigungen durch das Nährmedium der Erreger. Es sind insbesondere drei, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Zunächst die Aluminiumverbindungen. Sie werden in Verbindung gebracht mit der sog. „Makrophagischen Myofasciitis (MMF), einer entzündlichen Muskelschädigung mit Ablagerung von Aluminiumsalzen in der betroffenen Muskulatur (WER 1999). Es kommt in vielen Fällen zu Muskelschmerzen und chronischer Erschöpfung, die in 50% der Fälle die diagnostischen Kriterien des „Chronischen Müdigkeitssyndroms“ erfüllt. Bei weiteren 30% der Patienten kommt es zusätzlich zu autoimmunologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose. Bei Kindern wurden Entwicklungsverzögerungen und schwere Schädigungen des vegetativen Nervensystems beobachtet. „Erst in jüngster Zeit“, sagt der Kinderarzt Steffen Raabe, „werden auf Drängen der WHO die möglichen Effekte der seit 50 Jahren flächendeckenden Aluminiumhydroxid-Anwendung untersucht.“ Hohe Aluminiumkonzentrationen im Gehirn wurden im übrigen auch bei an Alzheimer erkrankten Patienten gefunden - ein Zusammenhang mit den Aluminiumverbindungen in Impfstoffen wurde bisher weder bestätigt noch widerlegt. Zum zweiten Formaldehyd: es ist ein Konservierungsmittel, das bekanntermaßen krebserregend wirkt. Und drittens Thiomersal, eine Quecksilberverbindung, die ebenfalls als Konservierungsmittel verwendet wird. Die WHO definiert als Grenzwert für die tägliche orale (über den Verdauungstrakt) Zufuhr bei Erwachsenen 0,05mg. Ein Säugling erhält im Rahmen der Grundimmunisierung mindestens 0,075mg Quecksilber - direkt in die Blutbahn. Thiomersal wirkt neurotoxisch, schädigt also das Nervensystem und hat schon in an der Impfstelle auftretenden Konzentrationen erbgutschädigende Wirkungen (Westphal 2003). In einer Zeit, in der diskutiert wird, ob es für Kinder zumutbar ist, eine Quecksilberverbindung wie Amalgam in den Zähnen zu haben, ist die Frage nach der Zumutbarkeit von direkt in die Blultbahn gespritztem Thiomersal keine Hysterie. Doch selbst eine Zeitschrift wie Öko-Test, die jedwede Verwendung von Thiomersal und Formaldehyd allmonatlich anprangert, referiert zum Thema Impfungen seit Jahren unkommentiert die Empfehlungen der STIKO, ohne auf die Schadstoffbelastung durch diese giftigen Additive in den Impfstoffen auch nur hinzuweisen.
Ja, es ist eine Pest mit den Ideologien. Man könnte eine Infektionskrankheit, einen Impfstoff nach dem anderen durchgehen - das Ergebnis würde belegen, daß die Lage der Dinge leider längst nicht so eindeutig für die Seite der Impfbefürworter ist, wie es der SZ-Kommentator gerne hätte. Es ist nicht leicht, sich damit anzufreunden, daß nichts uns und unsere Kinder 100%ig vor Krankheit schützen kann. Aber wir leben auch nicht mehr im Mittelalter - wir sind so gesund und abwehrstark, wie es eine Bevölkerung in der Geschichte der Menschheit noch nie war. Wir sind gut genährt, leben unter ausgezeichneten hygienischen, technischen und allgemein zivilisatorischen Bedingungen, kennen seit Jahrzehnten weder Krieg noch überwältigende Katastrophen und haben - nicht zu vergessen - eine der besten ärztlichen Versorgungen der Welt. Denn wenn es um Infektionskrankheiten geht, muß auch gesagt werden, daß die meisten von ihnen inzwischen gut behandelbar sind.
Daß Impfbefürworter wie Impfgegner mit Angstmache, Polemik, Ideologie und Dogmatik operieren, spricht zwar nicht für sie, zeigt aber wie verhärtet die Fronten inzwischen sind. Dabei geht es weder darum, Impfungen zu erzwingen, noch darum sie zu verbieten. Es geht um nicht mehr aber auch nicht weniger, als um das Recht, umfassend und objektiv über die Verbreitung, die möglichen Folgen und Behandlungsmöglichkeiten von Infektionskrankheiten und die möglichen Nebenwirkungen von Impfungen informiert zu werden. Denn nur dann sind Eltern in der Lage eine tragbare Entscheidung für ihre Kinder zu fällen.
Es führen viele Wege auf die Spitze des Berges, heißt ein Sprichwort, aber die Aussicht ist immer die selbe. Unsere Bergspitze ist die Gesundheit unserer Kinder und es ist an uns den Weg dorthin auszuwählen - das geht am besten ohne die Pest der Ideologie am Wegesrand. Und was das Fachpersonal betrifft: der oberste Leitsatz der Ärzte lautet: nil nocere! - Nicht schaden!
Artikel: Nicole Jäger-Koydl
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Unabhängige Eperten warnen Die Schweinegrippe hält uns in Atem – doch nicht wegen unzähliger Krankheits- oder gar Todesfälle, sondern durch Diskussionen in den Medien um Schulschließungen, Einrichtung von Quarantänestationen und Ähnlichem. Panikmache statt vernünftiger Aufklärung scheint die Devise zu sein. Dabei gehen - allen Unkenrufen zum Trotz - nach letzten Erhebungen die Zahlen neu erfasster Erkrankungen zurück, schreibt das „arznei-telegramm“.(1) Die Krankheit mit dem Horrorstatus verlaufe in Deutschland zumeist mild und unkompliziert, so dass von der vorgesehenen Massenimpfung abzuraten sei, heißt es weiter. Zudem äußert das Fachmagazin Bedenken hinsichtlich des Nutzens des Impfstoffs, mit dem zunächst 25 Millionen Bürger geimpft werden sollen. Darin sei ein Wirkstoffverstärker enthalten, der zwar über eine deutlich geringere Antigenmenge (2) verfüge, aber bisher noch nie in handelsüblichen Impfstoffen verwendet worden sei. Die Nebenwirkungen (wie schmerzhafte Schwellungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit) seien allerdings auch viel höher als bei bisherigen Impfstoffen (3). Die geplante Impfaktion ist nach Ansicht des „arznei-telegramms“ höchst riskant: „Dies erachten wir als bedenklichen Großversuch […] Das Risiko seltener schwerer unerwünschter Immunreaktionen ist nicht abgeklärt“. Die Gefahr für Schwangere sei ungleich höher, da hier „’aus ethischen Gründen’“ noch nicht einmal Testergebnisse eruiert würden. Weil in Deutschland – im Gegensatz zu den USA beispielsweise – auch keine auf herkömmlichem Weg hergestellten Impfstoffe produziert würden (ohne Wirkverstärkergemisch), gibt es noch nicht einmal eine Alternative. Inwiefern der vorgesehene Wirkstoff auch gegen Mutationen des Schweinegrippevirus wirkt, sei ebenso unbekannt. Mutationen wären möglich, wenn Schweinegrippeerreger und Erreger der „normalen“ saisonalen Virusgrippe aufeinander treffen. Dies ist voraussichtlich jedoch unwahrscheinlich (4). Entsprechend den Empfehlungen müssten sich die Deutschen in diesem Herbst auf drei Impfungen gefasst machen: zwei Mal gegen Schweinegrippe – wobei unklar ist, ob die zweite Dosis überhaupt Sinn macht - und ein Mal gegen die „normale“ Virusgrippe. Nicht zuletzt kritisiert das „arznei-telegramm“ die immensen Kosten der geplanten Massenimpfung gegen die Schweinegrippe. Mindestens 700 Millionen Euro solle die Aktion kosten, das sei „zu viel Geld für einen zweifelhaften Impfstoff gegen eine milde verlaufende Pandemie“. Interessant ist auch, dass die Bundesregierung 50 Millionen Dosierungen bei ein und demselben Hersteller (5) geordert hat. Mit 18 € pro Doppelimpfung macht der Lieferant mit diesem Riesenauftrag sogar mehr Profit als mit der „normalen“ Grippeschutzimpfung (6) – und das dank Ulla Schmidt sogar ohne Vermarktungskosten! Ein wahnsinnig gutes Geschäft für den Hersteller – der vielleicht auch für Ulla Schmidt ein sicheres und lukratives Plätzchen nach der Wahl zu vergeben hat?
1 arznei-telegramm. 11. September 2009 (40. Jahrgang) 2 vgl. „arznei-telegramm“: Schweinegrippe-Impfstoff: 3,75 mg Antigen; saisonaler Grippeimpfstoff: 45 mg Antigen 3 Ergebnis einer Dosisfindungsstudie mit Vogelgrippeantigenen 4 vgl. arznei-telegramm: „ In Australien ist die neue Grippe bereits mit dem Höhepunkt der saisonalen Grippe zusammengefallen, ohne dass auffällig aggressive Verläufe beobachtet wurden.“ 5 vgl. „arznei-telegramm: GlaxoSmithKline 6 10 Fertigspritzen kosten ca. 14€ Artikel: Jana Walter
lesenswert und aktuell: "Die Impfung gegen „Schweine-Grippe“ - Nutzen bisher nur für die Impfstoffhersteller belegt" Geschrieben von: Ärzte für individuelle Impfentscheidung
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