So fand die Zeitschrift „Öko-Test“ heraus, dass einige der untersuchten Mineralwässer problematische Stoffe, wie z.B. Schwermetalle enthalten. Und das teilweise sogar in Mengen, die die gesetzlich festgeschriebenen Höchstwerte überschreiten! In mehr als 15 Mineralwässern waren Spuren von Uran enthalten, das „schon in geringen Mengen Niere und Leber schädigen kann“, heißt es. Weiterhin fanden die Tester in 8 Flaschen erhöhte Bor-Werte. Dieser Stoff wirkt „in höheren Mengen entwicklungs- und reproduktionstoxisch“ und ist somit besonders für Säuglinge und Kinder gefährlich. Ebenso enthielten getestete Mineralwässer Barium (gefährdet in hohen Dosen das Zentralnervensystem) oder sogar Arsen (in drei Marken).
Besonders kritisch sieht die Zeitschrift die Tatsache, dass ein Anbieter schon seit Jahren per Ausnahmegenehmigung ein Mineralwasser anbietet, das die gesetzliche Höchstmenge
an Barium überschreitet. Zu Recht fragt „Öko-Test“: „Wozu bitte, gibt es gesetzliche Grenzwerte, wenn die doch wieder ausgehebelt werden?“
Nimmt man dann noch die PET-Flasche (statt einer Glasflasche), so erhält man weibliche Hormone noch obendrauf. Laut einer Studie der Universität Frankfurt/Main enthalten PET-Flaschen Schadstoffe, die wie weibliche Sexualhormone wirken, berichtet die Tageszeitung „taz“. Demnach sei die Östrogenbelastung in Wasser aus PET-Flaschen „etwa doppelt so hoch“ wie in Wasser aus Glasflaschen. Schuld seien bestimmte Stoffe, die als Weichmacher eingesetzt würden und in die Getränke auslaugen würden. „Auch Krebs und Entwicklungsstörungen bei Embryonen wurden mit diesen Stoffen in Verbindung gebracht“, so die „taz“ weiter.
1 „Öko-Test – Richtig gut leben“. Nr. 7 / Juli 2009
2 gefährdet in hohen Dosen das zentrale Nervensystem
3 taz. Datum???
4 machen Kunststoffe geschmeidig
Artikel von Jana Walter